Filmstills



Suspekt
Synopsis
Bernard Rambert, einer der bekanntesten Anwälte der Schweiz erzählt zum ersten Mal ausführlich von seiner Tätigkeit als Strafverteidiger, ordnet diese als Zeitzeuge in den historischen Kontext der letzten 50 Jahre ein und schlägt einen Bogen zur Gegenwart. Welche Bilanz zieht ein Mensch, der sein ganzes Leben mit juristischen Mitteln für radikale Veränderungen gekämpft hat?
Eine lichtdurchflutete Fabrikhalle - in der Unschärfe eine Fensterfront. Drei Kameras. Einander gegenüber sitzen sich Bernard Rambert und Julia Klebs. Er, einer der bekanntesten Strafverteidiger der Schweiz, sie Redaktorin der Zeitschrift «Widerspruch». Sie tritt mit Rambert in einen Dialog - ein emotionaler Austausch beginnt - nie oberflächlich und mit dem Anspruch, ohne ideologische Scheuklappen die Tiefe hinter den Fakten zu ergründen. Rambert steigt in seine Vergangenheit hinab. Erinnerungen werden lebendig - aus ihnen wachsen Bilder und Geschichten; Geschichten von Erfolgen und Niederlagen, von Hoffnungen und Träumen, von Höhepunkten und Abstürzen, von Pressekonferenzen und geplatzten Gerichtsverhandlungen. Seine 1700-seitige Fiche, ein jahrelanges Berner Berufsverbot und ein Monat Untersuchungshaft haben ihn nicht verbittert. Als Ergänzung und Kontrapunkt erscheint exklusives Archivmaterial. Einerseits Zeitzeugnisse aus 50 Jahren Weltgeschichte, die Rambert als Fundament seiner Überzeugungen begreift. Andererseits Footage, das Auftritte, Interviews und Interventionen des «roten Benis» in oder am Rand von Strafprozessen dokumentiert. Wir wollen erfahren: «Wie ist dein schon fast erbarmungsloses Commitment entstanden?» Und: «Was bleibt, wenn du zurückblickst, was bleibt nach dem letzten Prozess?»
